Die kurze Antwort auf diese Frage lautet:
Diese Programme sind das Produkt vieler tausend Stunden Arbeit und sie schaffen einen enormen Mehrwert. Arbeit gehört meiner Meinung nach bezahlt, gute erst recht.
Die ausführliche Antwort lautet so:
Obwohl ich in den letzten Monaten meiner Alkoholzeit schon wusste, dass ich ein Problem habe, hörte ich nicht auf zu trinken. Es ging mir schlecht, aber es ging mir nicht schlecht genug, um zu den AA oder zu einer Suchtberatungsstelle zu gehen. Klingt bescheuert, war aber so. Ich fühlte mich von den traditionellen Angeboten einfach nicht angesprochen. Und ich ahnte, dass ich damit nicht allein bin. Deshalb habe ich ein eigenes Programm entwickelt. Eines, mit dem ich zwei Hauptziele verfolge:
1. Ich möchte Menschen möglichst früh abholen und dazu motivieren, die Reißleine zu ziehen.
2. Ich möchte ihnen klarmachen, dass Abstinenz ein Geschenk ist.
Meinen Podcast und mein erstes Programm habe ich gestartet, als ich Vollzeit beim Bayerischen Rundfunk gearbeitet habe. Meine Tochter war zu dem Zeitpunkt ein Jahr alt. Eigentlich nicht die ideale Zeit für sowas. Aber ich spürte, dass ich etwas verändern möchte, verändern muss. Also stand ich jeden Morgen um vier Uhr auf und widmete die ersten Stunden des Tages meinem Podcast und der Ausarbeitung meines 30-Tage-Programms. Am 1. Oktober 2019 ging beides an den Start – und von Anfang an durch die Decke. Ich traf einen Nerv.
Ich merkte, wie groß der Bedarf nach einem modernen Ansatz ist. Danach, das Thema positiv anzugehen und zu verstehen. Wie gut es ankommt, Aufklärung mit Geschichten, Hintergrundwissen und Unterhaltung zu kombinieren. Dann mehrten sich diejenigen, die durch mein Programm den Sprung in ein nüchternes Leben geschafft haben. Ich bekam immer mehr Feedbackmails, in denen es hieß: Bitte mach noch ein Programm. Eins, mit dem wir unsere Abstinenz stabilisieren können. "Ok", sagte ich.
Parallel kümmerte ich mich um meinen Job beim BR, die OAMN Podcastproduktion, die Moderation der OAMN Onlinegruppe, meinen Mailverkehr, meinen Instagram-Account, unzählige Interviews, Radio- und Fernsehauftritte. Parallel meldeten sich mehrere Agentinnen bei mir, die mir sagten, ich solle ein Buch schreiben. Parallel hatte ich meine Ehe und meine Tochter. Dann wurde ich wieder schwanger. Und so wurde mir schon wenige Monate nach Podcast- und Programmstart klar: Wenn ich das solide, anständig und meinem Qualitätsanspruch entsprechend weitermachen möchte, brauche ich Mitarbeiter:innen. Und wenn ich Mitarbeiterinnen einstelle, dann vernünftig, mit gutem Gehalt, Festanstellung, betrieblicher Altervorsorge etc. Ein paar Monate später kündigte ich beim BR.
Mittlerweile besteht mein Team aus elf festangestellten Mitarbeiter:innen. Wir leben von dem Geld, das wir mit den Programmen verdienen. Diese Einnahmen sind die Grundlage dafür, dass wir die Arbeit leisten können, die wir leisten – und dass wir im Alter abgesichert sind. Mir als Geschäftsführerin ermöglichen sie zudem, in unser Angebot zu investieren, es inhaltlich und technisch weiterzuentwickeln und so aufzusetzen, dass es ästhetisch und hochwertig gestaltet ist. Sie ermöglichen mir, das Angebot zu erschaffen, das ich mir damals gewünscht hätte und das mir diese letzten schrecklichen Monate erspart hätte, weil es mir klargemacht hätte: Mich für ein Leben ohne Alkohol zu entscheiden, ist die beste Entscheidung meines Lebens.
Und natürlich finanzieren diese Einnahmen auch all die kostenlosen Angebote, die mein Team und ich kreieren und mit denen wir Millionen von Menschen erreichen. Darunter unser werbefreier Podcast, unser wöchentlicher Newsletter, unsere YouTube-Videos und all unsere Social-Media-Inhalte.
Es gibt viele Wege hinein in eine Sucht – und auch viele hinaus. Manchen reicht unser Podcast, anderen reicht das 30-Tage-Programm. Wieder andere schwören auf unser Folgeprogramm „Abstinenz stabilisieren“. Manche machen zusätzlich noch eine Psychotherapie oder besuchen eine Selbsthilfegruppe. Für wieder andere sind meine Programme nichts – zum Beispiel für Menschen, die mit mir oder meinem Ansatz nichts anfangen können. Oder für Menschen, die so stark abhängig sind, dass sie erstmal medizinische Unterstützung benötigen. Deswegen versteht mein Angebot sich auch nicht als Alternative zur klassischen Suchthilfe, sondern als Ergänzung.
Menschen, die sich von meinem Ansatz angesprochen fühlen, die Kosten momentan aber einfach nicht stemmen können, haben allerdings die Möglichkeit, sich an mich und mein Team zu wenden. Sollte das bei Dir der Fall sein, schreib uns gern eine Mail, in der Du die Gründe darlegst, warum Du unbedingt mein Programm machen möchtest. Du erreichst uns unter wir@oamn.jetzt.